Social Media B2B (Business to Business)

Social Media Business to Business- So geht es wirklich ganz konkret

Social Media B2B funktioniert, wird aber immer noch zu sehr unterschätzt. Viele Unternehmen denken, dass gerade ihr Thema nicht tauglich für soziale Netzwerke ist, weil es einfach keinen Unterhaltungswert hat. Gerade Unternehmen aus Industrie und Maschinenbau denken, dass Ihr Thema zu langweilig ist. FALSCH!!!!

In diesem Artikel möchten wir Ihnen ganz konkret sagen

1.)    Warum Social Media gerade im B2B Bereich wichtig ist

2.)    Wieso sie JETZT damit anfangen sollen

3.)    Wie Sie sinnvolle Inhalte finden

4.)    Was Ihnen Social Media im B2B Bereich bringt

5.)    Wie es ganz konkret funktioniert

Warum ist Social Media im B2B Bereich wichtig

Nochmal kurz als Grundlage: In allen sozialen Netzwerken (Xing, Linkedin, Facebook, Twitter etc.) ist jeder Mensch durchschnittlich mit 130 Personen vernetzt. Die meisten dieser Freundeskreise sind weitgehend homogen: Schülern sind mit Schülern befreundet, Studenten mit Studenten, Juristen mit Juristen, Maschinenbauer mit Maschinenbauern usw. Genau deswegen ist KEIN Thema in sozialen Netzwerken uninteressant, weil es IMMER Menschen aus Ihrer Branche gibt, die das Thema interessiert und sich gerne darüber unterhalten. Diese Menschen sind weitgehend untereinander vernetzt.

Es ist für jede Branche extrem wichtig, sich in sozialen Netzwerken mit Menschen aus seiner Branche zu vernetzen. Es war noch nie so einfach und so günstig, sich eine Reichweite in einem Nischenthema aufzubauen.

Denken Sie bitte über folgendes nach: Nahezu jede Branche hat ein gedrucktes Fachmagazin, welches eine bestimmte Anzahl an Lesern (Reichweite )hat. Diese Anzahl von Lesern (Reichweite), musste sich das Magazin irgendwann aufbauen. Das Magazin hat sich eine so hohe Reichweite aufgebaut, dass es quasi das „Sprachrohr“ Ihrer Branche wurde. Wenn Sie nun als Unternehmen die Leser (die Branche) erreichen wollte, mussten Sie diesem Magazin ein Stück Ihrer Reichweite abkaufen (eine Werbeanzeige schalten). Das System eines gedruckten, führenden Fachmediums ist meiner persönlichen Meinung nach veraltet, denn durch soziale Netzwerke kann jede Einzelperson zum Medium werden, wenn sie sich ausreichend vernetzt. Es gibt eine Menge Akteure in Ihrer Branche, mit welchen Sie sich vernetzen sollten, z.B.:

  • Mitbewerber
  • Experten
  • Kunden
  • Potentielle Kunden
  • Studenten von relevanten Studiengängen

Durch die Vernetzung mit diesen Personen haben Sie folgende Vorteile:

  • Sie steigern Ihre Bekanntheit in Ihrer Branche
  • Sie steigern Ihre Bekanntheit bei potentiellen Bewerbern und Nachwuchskräften
  • Sie machen potentielle Kunden auf sich aufmerksam
  • Sie erhalten durch Social Media eine permanent nutzbare Kommunikationsinfrastruktur- Sie können also alle Personen mit welchen Sie vernetzt sind, jederzeit mit Fachartikeln Pressemitteilungen, Werbung etc. erreichen
  • Sie sind über Neuigkeiten in Ihrer Branche schneller informiert
  • Durch die Vernetzung erkennen Sie bei Ihren Kunden schneller den Zeitpunkt des Bedarfs an Ihren Produkten und Dienstleistungen.

Wieso Sie JETZT mit Social Media im B2B Bereich starten sollen

Der jeweils erste einer Branche, der aktiv mit einer Social Media Strategie startet und sich eine Reichweite in seiner Branche aufbaut, hat die Chance das erste und relevanteste Sprachrohr zu werden und dem klassischen Branchenmagazin einen Schritt voraus zu sein. Wenn das Ihr Mitbewerber ist, haben Sie einen großen Wettbewerbsnachteil.

Und: Ihre Mitarbeiter nutzen mit hoher Wahrscheinlichkeit  schon alle soziale Netzwerke.

Denken Sie auch daran, dass Sie kommende Generationen, die nicht mehr mit Tageszeitungen etc. erreicht werden können, mit sozialen Netzwerken aufgewachsen sind und diese einen großen Teil ihres Lebensraumes ausmachen.

Was Ihnen Social Media im B2B Bereich bringt

Social Media im B2B Bereich kann Ihnen wirklich gute Ergebnisse bringen. Wenn Sie es schaffen, sich mit wichtigen Personen aus Ihrer Branche zu vernetzen (Mitbewerber, Experten, Kunden, potentiellen Kunden, Studenten von relevanten Studiengängen)

  • Neukunden: Wenn Sie mit potentiellen Kunden vernetzt sind und wirklich interessante Inhalte veröffentlichen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Sie in Ausschreibungen berücksichtigt werden und dass man für neue Projekte mit Ihnen in Kontakt tritt. Mit einer guten Vernetzung  sind Sie in den Köpfen der Menschen präsenter als Ihre Mitbewerber.
  • Vertrieb: Durch die Vernetzung mit potentiellen Kunden können sie diese leichter kontaktieren, weil schon ein Kontakt besteht.
  • Bekanntheit/Image: Versteht sich von selbst- Je mehr Menschen mit Ihnen in Kontakt stehen, desto bekannter werden Sie-
  • Employer Branding: Vernetzen Sie sich mit der kommenden Generation Ihrer Branche. Wenn Sie gute Inhalte liefern, die auch für Studenten interessant sind, werden Sie in Hochschulen bekannter und steigern die Wahrscheinlichkeit dass Sie weiterhin qualifizierte Bewerber erhalten. Außerdem sind die Studenten von heute die Auftraggeber von morgen.

Wie  Social Media B2B ganz konkret funktioniert

Facebook

Auf Facebook haben Sie zahlreiche Möglichkeiten schnell eine Reichweite aufzubauen. Als Beispiel sei das absolut herausragende Werbeanzeigensystem erwähnt. Kurz erklärt, können Sie hier Werbeanzeigen schalten, die Sie sehr exakt eingrenzen können und die Sie ausschließlich etwas kostet, wenn ein Besucher tatsächlich auf Ihre Anzeige klickt (ein Betrag zwischen 10 und 40 Cent- dabei können Sie ein Tagesausgabenlimit und eine feste Laufzeit einstellen).

Bei den Werbeanzeigen bestimmen Sie, welche Zielgruppe Ihre Anzeigen sehen kann. Nur z.B. kann ein Brautmodengeschäft in München seine Anzeigen ausschließlich auf folgende Zielgruppe schalten:

  • München und 10 km Umgebung
  • Geschlecht weiblich
  • Altersgruppe zwischen 18 und 40 Jahren
  • Personen, die in den letzten 6 Monaten ihren Beziehungsstatus auf verlobt gesetzt haben

Beispiele für Zielgruppen im B2B Bereich

  • Für Personalmarketing: Anzeige wird geschaltet, sodass nur Studenten bestimmter Fachrichtungen oder Hochschulen in Deutschland die Anzeige sehen
  • Marketing und Vertrieb: Anzeige soll nur von Personen gesehen werden, die die Facebookseite Ihres Mitbewerbers geliked haben. Im Anzeigentext führen Sie Ihr Alleinstellungsmerkmal gegenüber Ihrem Mitbewerber auf.
  • Bekanntheitsgrad steigern: Anzeige soll nur von Personen gesehen werden, die die Facebookseite Ihres führenden Fachmagazins geliked haben.

Xing

Xing hat eine unglaublich gute Suchfunktion, mit deren Hilfe Sie sich binnen kürzester Zeit eine 4-stellige Reichweite in Ihrer Branche aufbauen können. Hier eine kurze Anleitung

  • Auf erweiterte Suche klicken
  • Kriterien Ihrer Zielgruppe eingeben (Z.B. Branche: Maschinenbau // Position: Geschäftsführer)
  • Suchen
  • Profile besuchen
  • Als Kontakt hinzufügen mit einem Grund

Ebenfalls hat man bei Xing ähnlich wie bei Facebook eine sehr gute Möglichkeit eine Anzeige zu schalten, die ausschließlich die von Ihnen definierte Zielgruppe (Eingrenzungskriterien: Bestimmte Berufe, bestimmte Bundesländer etc.)

Linkedin

Gleicher Mechanismus wie auf Xing

Wie Sie sinnvolle Inhalte finden

Nachdem Sie sich eine Reichweite aufgebaut haben, sollten Sie diese auch ab und zu mit guten Inhalten versorgen. Es wird sehr häufig gefragt, wie oft man denn als Unternehmen einen Inhalt veröffentlichen sollte. Darauf gibt es keine pauschalte Antwort, Sie können sowohl 1 Mal im Monat, als auch einmal am Tag einen Inhalt veröffentlichen. Sie sollten nur darauf achten, dass der Inhalt eine gewisse Qualität aufweist.

In Deutschland fällt es meiner Meinung nach extrem vielen Unternehmen sehr schwer sinnvolle Inhalte zu finden. Man liest immer noch zu oft „Schönes Wetter heute“ oder ähnliche Banalitäten. Vor lauter Marketing haben Unternehmen offenbar komplett das Gefühl für ihre Zielgruppe vergessen.

Wenn man jedoch mit gesundem Menschenverstand an die Inhaltsfrage herangeht ist es eigentlich sehr einfach. Stellen Sie sich einfach folgende Fragen:

  • Wer sind meine Kunden?
  • Was sind derzeit ihre größten Probleme, die sie lösen wollen/müssen?
  • Was sind derzeit ihre größten Wünsche?
  • Was interessiert meine Kunden wirklich?
  • Welche Inhalte müsste ein anderes Unternehmen aus meiner Branche liefern, damit ich selbst aus eigener Motivation einem Branchenkollegen auf diese Inhalte hinweisen würde?
  • Welche Tage/ Jahreszeiten haben für meine Branche die meiste Bedeutung?
  • Welche Themen sind auf den Titelseiten unserer Branchenmagazine bzw. auf der Startseite von Branchenportalen?

Gehen Sie mit gesundem Menschenverstand an die Sache heran. Sie wissen ganz genau, was Ihre Kunden wirklich interessiert. Setzen Sie sich mit Kollegen zu einem Brainstorming hin und legen Sie fest, welche Inhalte Sie die nächsten 3 Monate in sozialen Netzwerken veröffentlichen. Es reicht 1 sinnvollen Beitrag pro Woche zu veröffentlichen, der Ihren Kunden einen wirklichen Mehrwert liefert. Die festgelegten Inhalte planen Sie in einem Redaktionsplan. Diesen Prozess wiederholen Sie alle 3 Monate.

Gerne unterstützen wir Sie bei Ihrer Social Media B2B Strategie. Sprechen Sie uns an!